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Astrologie ist für mich kein System, mit dem man Menschen erklärt.
Und auch kein Werkzeug, um vorherzusagen, was kommen wird.


Wenn ich mit einem Horoskop arbeite, dann lese ich keinen Lebenslauf und keinen Plan. Ich lese etwas, das bereits da ist.

Manche nennen das Horoskop eine Landkarte.
Andere sagen, es sei wie ein Brief, den man bekommen hat, ohne ihn je zu öffnen.
Für mich ist es eher eine Erinnerung.
Nicht an etwas Neues – sondern an etwas Vertrautes, das im Alltag oft überlagert wird.

In einer Sitzung erzähle ich niemandem, wer er ist.
Ich setze nichts hinzu.
Ich nehme nichts weg.

Ich benenne Zusammenhänge, Spannungen, innere Bewegungen und sehr oft passiert etwas Merkwürdiges:
Der andere nickt, noch bevor ich fertig bin. Oder sagt plötzlich:

„Ich bekomme gerade Gänsehaut.“
Nicht, weil ich etwas Besonderes gesagt habe. Sondern, weil etwas Inneres wiedererkannt wurde.

Was ich ebenfalls immer wieder erlebe, ist dieser eine Moment, in dem jemand mich anschaut und fragt:
„Woher weißt du das?“

Nicht im Sinne von Bewunderung. Sondern berührt.
Weil etwas ausgesprochen wurde, das tief da ist ein Wunsch, eine Sehnsucht, manchmal auch ein innerer Konflikt, über den noch nie gesprochen wurde.

Ich sage das nicht, weil ich mich als Medium verstehe. Ganz im Gegenteil.
Ich arbeite bodenständig, psychologisch und klar. Was hier entsteht, ist keine übersinnliche Leistung. Es ist Verbindung.

Astrologie kann – wenn sie ernsthaft angewendet wird eine Brücke sein zu etwas, das jemand vielleicht verloren hat:
die Verbindung zur eigenen inneren Wahrheit.
Nicht dramatisch. Nicht spirituell überhöht. Sondern leise, präzise, nachvollziehbar.

Ich arbeite mit einer modernen, psychologisch orientierten Astrologie. Nicht, um zu erklären, warum jemand „so ist“, sondern um sichtbar zu machen, wo innere Anlagen liegen.

Stärken.
Talente.
Innere Bewegungen.


Aber auch die Stellen, an denen sich etwas verfangen hat. Denn seh
r oft wissen Menschen, dass sie sich verändern wollen. Aber nicht, wo sie ansetzen müssen.
Oder warum sie trotz Einsicht immer wieder am gleichen Punkt landen.

Astrologie zeigt mir nicht, was jemand werden soll. Sie zeigt mir, was schon da ist 
und wo sich etwas verfilzt hat.
Wo alte Anpassungen, frühe Entscheidungen oder übernommene Muster die eigene Bewegung blockieren.

Und erst wenn mein Gegenüber fühlt und versteht, woran etwas hängt, warum es sich festgesetzt hat, kann sich wirklich etwas ändern.
Nicht, weil dir jemand sagt, wie du sein sollst. Sondern, weil du dich selbst wiedererkennst.

In einer Sitzung geht es deshalb nicht um Ratschläge. Nicht um „du musst“.
Nicht um Konzepte. Es geht darum, Zusammenhänge sichtbar zu machen,
die der andere innerlich längst kennt, aber vielleicht noch nie in Worte fassen konnte.


Astrologie ist für mich kein Wissen, das ich über jemanden lege. Sie ist ein Raum, in dem sich etwas sortiert. In dem Klarheit entsteht.

Und manchmal fällt genau dieser eine Satz:
„Ja. Genau so fühlt es sich an.“

 

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